Am 12. und 13. März 2026 wurde das Forum Alte Werft in Papenburg zum Treffpunkt internationaler Fachleute aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis. Unter dem Leitthema „Regional Resources for the Future“ richteten über 150 Teilnehmer beim Eco Congress 2026 ihren Blick auf die Potenziale regionaler Ressourcen und die Frage, wie wir durch intelligente Kreisläufe und kooperative Ansätze eine lebenswerte Zukunft gestalten können. Die Veranstaltung bot eine Plattform für den intensiven Austausch zu innovativen Ansätzen für eine nachhaltige Nutzung regionaler Ressourcen.

Blick in die „Stadthalle“ | Keynote-Speaker: Miriam Staudte (Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), Friso Douwstra (Regionalminister der Provinz Friesland), Dr. Carolin Schneider (Geschäftsführerin 3N Kompetenzzentrum), Dr. Norbert Gebbe (Niedersachsen.next GmbH)
Blick in die „Stadthalle“ | Keynote-Speaker: Miriam Staudte (Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), Friso Douwstra (Regionalminister der Provinz Friesland), Dr. Carolin Schneider (Geschäftsführerin 3N Kompetenzzentrum), Dr. Norbert Gebbe (Niedersachsen.next GmbH)© Eco Congress 2026 | Margit Camille

Landwirtschaftsministerin Staudte: „Müssen unser Wirtschaften neu denken“

Den Auftakt bildeten hochkarätige Keynotes aus Politik und Wissenschaft, darunter auch ein Beitrag der niedersächsischen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Sie betonte die zentrale Rolle nachhaltiger Wertschöpfungsketten und regionaler Ressourcen für Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung: „Die Endlichkeit fossiler Ressourcen, eine steigende Rohstoffnachfrage und geopolitische Unsicherheiten machen deutlich: Wir müssen unser Wirtschaften neu denken. Die Bioökonomie zeigt, wie das gelingen kann – durch eine kluge Nutzung von Biomasse, geschlossene Nährstoffkreisläufe und die stärkere Verwendung von Reststoffen für neue biobasierte Produkte. Themen wie Paludikultur, Torfersatz, Bioenergie oder zirkuläre Baustoffe stehen beispielhaft für die Transformation hin zu einer nachhaltigen und zugleich wettbewerbsfähigen Wirtschaft – gerade in den ländlichen Räumen.“

Dass sich diese Transformation bereits in der Praxis vollzieht, verdeutlichten zahlreiche Anwendungsbeispiele. Vorgestellt wurden unter anderem Dämmstoffe aus Typha (Rohrkolben) der Bouwgroep Dijkstra Draisma sowie Karton mit einem Anteil von zehn Prozent Paludi-Biomasse der OBI Group Holding.

Lebendige Diskussionen während vertiefender Session

Der zweite Kongresstag widmete sich vertiefend zentralen Themenfeldern wie Paludikultur, nachhaltiger Landnutzung und Nährstoffkreisläufen, Bioenergie und Torfersatz, biozirkulären Kunststoffen sowie biobasierten und zirkulären Baustoffen. Besonders hervorzuheben waren die lebendigen Paneldiskussionen, die auch über die Bühnen hinaus fortgeführt wurden. Der direkte Austausch zwischen Referierenden und Teilnehmenden zeigte deutlich, dass die Inhalte relevante Impulse setzten und unmittelbar zu weiterführenden Gesprächen und neuen Ideen führten.

Begleitend bot eine Poster- und Unternehmensausstellung Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und marktreife Lösungen aus Wissenschaft und Industrie.

Deutsch-Niederländisches Erfolgskonzept

Dr. Carolin Schneider, 3N-Geschäftsführerin, zieht ein positives Fazit: „Die Veranstaltung unterstrich erneut die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit für die Transformation hin zu einer nachhaltigen und biobasierten Wirtschaft. Der Eco Congress versteht sich seit 20 Jahren als zentrale Plattform, um Wissen zu bündeln, Kooperationen anzustoßen und neue Impulse für eine ressourcenschonende Zukunft zu setzen.“

Auch seitens des Mitveranstalters Ecoras wurde insbesondere die enge deutsch-niederländische Zusammenarbeit hervorgehoben: „Jeder Beitrag, jede Diskussion und jede Kooperation die hier entstanden ist, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Wirtschaft, die nicht nur Ressourcen schont, sondern auch Menschen über Grenzen hinweg verbindet“, meint Cor Kamminga, Ecoras-Geschäftsführer, denn gerade in der Grenzregion eröffne der Austausch neue Perspektiven, fördere das gegenseitige Lernen und lasse innovative Ideen wachsen.

Die während des Kongresses geknüpften Kontakte und angestoßenen Gespräche bilden eine vielversprechende Grundlage für weitere nationale und transnationale Kooperationen, deren Entwicklung die Veranstalter positiv begleiten werden.

Der Eco Congress 2026 wurde vom 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie e. V. gemeinsam mit Ecoras organisiert und durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie die niederländischen Provinzen Fryslân, Groningen und Drenthe unterstützt. Der nächste Eco Congress wird im Jahr 2028 stattfinden.

Weitere Informationen zum Eco Congress 2026 finden Sie unter eco-congress.com.