Was ist Paludikultur?

Der Begriff leitet sich von dem lateinischen Wort "Palus" ab, das "Sumpf" bedeutet. Er bezeichnet die wirtschaftliche Nutzung nasser Moore.

Von extensiver zu intensiver Nutzung und zurück

Niedersachsen ist eines der moorreichsten Bundesländer Deutschlands: etwa 2/3 der Hochmoore und 1/5 der Niedermoore befinden sich hier. In der Vergangenheit waren ungenutzte bzw. extensiv genutzte Hoch- und Niedermoore prägender Bestandteil des niedersächsischen Tieflands. Heute sind ungefähr 90 % der Moore entwässert und werden überwiegend als Grünland oder Acker genutzt. Während intakte Moore in der Gesamtbilanz geringe Mengen Treibhausgase aufnehmen oder klimaneutral sind, stellen entwässerte Moore eine bedeutende Treibhausgasquelle dar. 

Als Nutzungsform ist Paludikultur an spezifische nutzbare Pflanzen der Hoch- und Niedermoore gebunden. Die aufwachsende oder angebaute oberirdische Biomasse wird genutzt, nicht aber unterirdische Pflanzenteile. Paludikultur stellt somit eine nachhaltige und klimaneutrale Nutzungsform der Moore dar.

Welche weiteren Ökosystemleistungen Paludikultur ermöglicht, können Sie hier lesen.

Vom Feld zum Produkt: Paludikultur-Projekte

Die Kompetenzstelle begleitet verschiedene Projekte in Niedersachsen, in denen die gesamte Wertschöpfungskette von Anbau-Paludikulturen erforscht und weiterentwickelt wird. Mehr zu unseren laufenden Projekten finden sie hier.

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Kostenloses Schulungsprogramm für Carbon Farming

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