Leadpartner: 3N Kompetenzzentrum

Ziel des neunjährigen Vorhabens „Nachhaltige Erzeugung und Verwertung von Rohrkolben auf Niedermoorstandorten in Niedersachsen (RoNNi)“ ist die Transformation der Bewirtschaftung von entwässerten, landwirtschaftlich genutzten Niedermoorböden hin zu einer klimaschonenden, moorbodenkonservierenden Nassbewirtschaftung durch den Anbau von Rohrkolben. Hierzu soll in zwei Modellregionen mit unterschiedlicher landwirtschaftlicher Struktur (Emsland / Cuxhaven) jeweils ein fünf bis zehn Hektar Rohrkolben-Polder angelegt werden. Die großflächige, qualitätsoptimierte Erzeugung von Rohrkolben (Typha angustifolia / T. latifolia) und die Verwertung der Biomasse als Baustoff und als Gartenbausubstrat (Torfersatz) wird entwickelt, demonstriert und für die Vermarktung vorbereitet.

Ziele:

  • Etablierung eines großflächigen Rohrkolbenanbaus in zwei ausgewählten Modellregionen in Niedersachen (LK Emsland, LK Cuxhaven)
  • Darstellung der „Hot Spots“ von hohen bodenbürtigen Treibhausgasemissionen
  • Aufbau einer qualitätsoptimierten Erzeugung von Typha (T. angustifolia, T. latifolia) für die Verwendung als Baustoff und Gartenbausubstrat
  • Transformation der Bewirtschaftung von entwässerten landwirtschaftlich genutzten Niedermoorflächen zu einer klimaschonenden, moorbodenkonservierenden Nassbewirtschaftung durch den Rohrkolbenanbau
  • Bewertung der ökologischen, ökonomischen und sozioökonomischen Effekte
  • Moorschutz
  • Klimaschutz


Aus dem Projekt:  

Image 4

Mit dem Spatenstich am 15.09.25 startete der Bau des Rohrkolbenpolders im Landkreis Cuxhaven. Der Polder ist der erste von zwei Versuchspoldern, auf denen Rohrkolben für die Herstellung von Baustoffen und Gartenbausubstraten angebaut wird. Zur Meldung


Projektkonsortium:

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13

Weitere Informationen zum Projekt:

www.ronni.info

www.3-n.info/RoNNi

www.fnr.de

Leadpartner: Stichting Bargerveen (Niederlande)

Eine nachhaltige Wertschöpfungskette für Rohrkolben 

Das Projekt Paludi & Markt konzentriert sich auf den Zusammenhang zweier Aspekte: die Ausweitung des Rohrkolbenanbaus als landwirtschaftliche Tätigkeit und die Verwendung von Rohrkolben als Torfersatz in der Substratproduktion. Mit dem Projekt leisten wir einen aktiven Beitrag zur INTERREG-Priorität „Ein grüneres Programmgebiet“ und unterstützen das spezifische Ziel, Klimaanpassung, Katastrophenprävention und -resilienz durch ökosystembasierte Ansätze zu fördern.   

Ziele:

1. Anbau und Sortenwahl

  • Optimierung von Anbaumethoden (Aussaat oder Pflanzung)
  • Auswahl geeigneter Rohrkolbenarten (Typha latifolia / angustifolia)
  • Entwicklung effizienter Bewässerungs- und Flächenmanagementstrategien

2. Monitoring und Ökosystemleistungen

  • CO₂-Bindung,
  • Veränderungen der Wasserqualität,
  • Biodiversitätsentwicklung,
  • Wasserspeicherfähigkeit der Flächen.

3. Verarbeitung zu einem hochwertigen Substrat

  • Stabilisierung der Materialeigenschaften (z. B. Stickstoffbindung)
  • Entwicklung von Vorbehandlungsmethoden
  • Sicherstellung gleichbleibender Qualitätsstandards

4. Marktanbindung und Wirtschaftlichkeit

  • Aufbau eines verlässlichen Absatzmarktes
  • Kooperation mit Substratproduzenten (vom kleinen Betrieb bis zum internationalen Unternehmen)
  • Wirtschaftliche Modelle für Landwirte und Verarbeiter

Warum grenzübergreifend?   

Nasskultur-Baustoffe benötigen eine gemeinsame Markt- und Produktionsbasis in beiden Ländern. Nur durch die deutsch-niederländische Zusammenarbeit können:  

  • gemeinsame Standards und Zertifizierungen entwickelt werden,  
  • ausreichend große Biomasseströme aufgebaut werden,  
  • innovative Methoden grenzüberschreitend genutzt werden,  
  • Forschungs- und Praxiserfahrung gebündelt werden.  

Die enge Kooperation von Bauunternehmen, Hochschulen und landwirtschaftlichen Netzwerken stärkt den gesamten Wirtschaftsraum und schafft neue Geschäftsmodelle für Paludikultur.  

Aktuelles:

Das Projekt neigt sich dem Ende zu. Die Beobachtung verschiedener Pilotprojekte zur Paludikultur, darunter Etablierung und Pflanzenwachstum von Rohrkolben sowie Biodiversität und Klima, ist noch im Gange. Bis September finden noch weitere Versuche zur Prüfung der Eigenschaften von Torffreie und Torfreduzierte Typha-basierten Substraten statt. Im Fokus des derzeit noch laufenden Gewächshausversuchs steht Calibrachoa. Im Anschluss folgt die Auswertung aller Ergebnisse, die wir über die letzten Jahre bei Paludi & Markt gewonnen haben. Die wichtigsten Erkenntnisse werden Ende 2026 hier veröffentlicht.

Aus dem Projekt:

Im Rahmen des Projekts wurden Factsheets zum Anbau von Rohrkolben erstell, die sie hier finden:

Broschüren und Berichte | Paludikultur in Niedersachsen

Hier finden sie Hintergründe und weitere Informationen zu dem Projekt


Leadpartner: Stichting Technologiecentrum Noord-Nederland

Mit dem Projekt Paludi & Bau leisten wir einen aktiven Beitrag zur INTERREG-Priorität „Ein grüneres Programmgebiet“ und unterstützen das spezifische Ziel, Klimaanpassung, Katastrophenprävention und -resilienz durch ökosystembasierte Ansätze zu fördern.  Die zentrale Idee des Projekts besteht darin, biobasierte Baustoffe aus nassen Anbaukulturen (Paludikultur) zu entwickeln, insbesondere aus Rohrkolben:

  • Klimaschutz: Moore bleiben nass, die Torfoxidation wird gestoppt, CO₂-Emissionen sinken deutlich. 
  • Klimaanpassung: Wiedervernässte Flächen speichern Wasser und schützen Regionen vor Überschwemmungen und Trockenperioden. 
  • Ökosystemleistungen: Rohrkolben verbessert Wasserqualität, erhöht die Biodiversität und unterstützt stabile Landschaftsstrukturen. 
  • Wirtschaftliche Perspektiven: Durch die Nutzung als Rohstoff entsteht ein neues regionales Wertschöpfungspotenzial. 

Ziele:

1. Entwicklung marktfähiger biobasierter Baustoffe 

Wir wollen Dämmstoffe und Plattenmaterialien aus Rohrkolbenfasern und Myzel-basierten Bindemitteln so weiterentwickeln, dass sie: 

  • zertifizierbar, 
  • technisch leistungsfähig, 
  • wirtschaftlich attraktiv und sowohl in Deutschland als auch den Niederlanden einsetzbar sind. 

2. Aufbau einer grenzübergreifenden Wertschöpfungskette 

Damit Baustoffe aus Nasskulturen wirtschaftlich tragfähig werden, braucht es: 

  • genügend landwirtschaftliche Betriebe, die Nasskulturen anbauen, 
  • Unternehmen, die das Material verarbeiten, 
  • Bauunternehmen, die es anwenden, 
  • klare Normen und Zertifizierungen in beiden Ländern. 

Das Projekt vernetzt diese Akteure in der deutsch-niederländischen Grenzregion und schafft damit die Grundlage für eine neue, nachhaltige Rohstoffkette. 

3. Harmonisierung von Standards, Normen und Vorschriften 

Da biobasierte Baustoffe noch wenig etabliert sind, werden wir: 

  • rechtliche Rahmenbedingungen in DE und NL analysieren, 
  • Anforderungen an Sicherheit, Zertifizierung und Baupraxis prüfen, 
  • Empfehlungen für zukünftige Normen und Zertifizierungen entwickeln. 

Dies ist entscheidend, damit die neuen Baustoffe auf beiden Märkten zugelassen und anerkannt werden. 

4. Wissenstransfer, Ausbildung und Sichtbarkeit 

Ein weiterer Kernpunkt des Projekts ist es, Wissen und Erfahrungen breit verfügbar zu machen. Dazu gehören: 

  • Workshops mit Landwirten, Bauunternehmen und Zulieferern 
  • Seminare für Planer, Kommunen und Architekturbüros 
  • Informationsmaterialien für potenzielle Kunden 
  • gemeinsame Pilotprojekte und ein Demonstrationsgebäude 
  • Veröffentlichungen und ein aktiver Austausch in beiden Ländern 

Durch diese Aktivitäten entsteht ein nachhaltiges Netzwerk, das den Einsatz von Nasskulturen langfristig stärkt. 

Warum grenzübergreifend? 

Nasskultur-Baustoffe benötigen eine gemeinsame Markt- und Produktionsbasis in beiden Ländern. Nur durch die deutsch-niederländische Zusammenarbeit können: 

  • gemeinsame Standards und Zertifizierungen entwickelt werden, 
  • ausreichend große Biomasseströme aufgebaut werden, 
  • innovative Methoden grenzüberschreitend genutzt werden, 
  • Forschungs- und Praxiserfahrung gebündelt werden. 

Die enge Kooperation von Bauunternehmen, Hochschulen und landwirtschaftlichen Netzwerken stärkt den gesamten Wirtschaftsraum und schafft neue Geschäftsmodelle für Paludikultur.  

Hier finden sie Hintergründe und weitere Informationen zu dem Projekt

Das INTERREG-Projekt Building Based on Biobased (BBoBB) konzentriert sich auf die Stärkung von Kreislaufwirtschaftssystemen, die Steigerung des Einsatzes biobasierter Materialien im Bausektor, die Förderung von Innovationen für eine nachhaltige Bauwirtschaft und die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren in den fünf beteiligten Ländern Deutschland, Niederlande, Dänemark, Frankreich und Belgien. 

Ziele:

Das Ziel des BBoBB Projekts ist es, diese Herausforderungen in der Nordseeregion durch die Entwicklung eines transnationalen Ansatzes für die Valorisierung biobasierter Wertschöpfungsketten anzugehen. Dies soll in 5 regionalen Pilotprojekten demonstriert werden, in denen die entwickelten Methoden und Geschäftsmodelle tatsächlich angewendet werden.

Aktuelles:

Um die Vielfalt an Baumaterialien aus Holz und nachwachsenden Rohstoffen anschaulich aufzubereiten wurden ein mobiler Showroom gebaut und wird zukünftig in Niedersachsen eingesetzt werden. Weitere Informationen folgen.

Hier finden sie Hintergründe und weitere Informationen zu dem Projekt